Keine Kinder als Soldaten!
Obwohl dieser Tatbestand seit 2002 geächtet ist, kämpfen weltweit immer noch schätzungsweise 300.000 Kinder in Rebellen- oder regulären Armeen. Zahlreiche Abgeordnete der grünen Bundestagsfraktion protestierten am "Red Hand Day" (12.02.09) vor dem Reichstag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Unter ihnen auch der Essener MdB Kai Gehring, der bereits in seinem Wahlkreis auf dieses grausame Phänomen aufmerksam machte.„Ich unterstütze das internationale Bündnis gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten und die von dem Bündnis initiierte "Aktion Rote Hand". Der Missbrauch von Kindern als Soldaten muss weltweit geächtet und das im Februar 2002 in Kraft getretene Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention endlich wirksam durchgesetzt werden“, so der jugend- und hochschulpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion.
Zwar verbietet die UN-Konvention den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Dennoch ist die Zahl der Kindersoldaten in den vergangenen Jahren kaum zurückgegangen. Laut UN setzen mehr als 50 bewaffnete Gruppen Kindersoldaten ein, viele von ihnen in Afrika. Fast jeder dritte Kindersoldat ist ein Mädchen. Allein zwischen 1990 und 2000 sind zwei Millionen Kinder in bewaffneten Auseinandersetzungen als Kindersoldaten umgekommen. Wir Grüne begrüßen, dass der Internationale Strafgerichtshof vor zwei Wochen den Prozess gegen den kongolesischen Milizenführer Lubanga eröffnete, der Kinder während des Bürgerkrieges zwangsweise rekrutierte und einsetzte. Ohne Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben.








