Zugang zu Waffen für Jugendliche erschweren - Aufklärung und Dialog verbessern
Anlässlich des verhinderten Amoklauf in Köln und des Jahrestages des Amoklaufes von Emsdetten erklärt Kai Gehring, jugendpolitischer Sprecher:Der Zugang von Jugendlichen zu Waffen muss weiter erschwert werden. Das bestehende Waffenrecht hat auch nach seiner Verschärfung durch die rot-grüne Koalition im Jahre 2003 noch Lücken. Diese müssen im Interesse der öffentlichen Sicherheit geschlossen werden. Erforderlich ist vor allem das Verbot von Anscheins- und Softairwaffen. Sie sind keine Spielzeuge, sondern werden zunehmend als Mittel zur Bedrohung genutzt.
Wir unterstützen die Forderung, Probleme isolierter Jugendlicher in Schulen und Jugendeinrichtungen verstärkt zu thematisieren. An Schulen brauchen wir zudem Schulpsychologen und Sozialarbeiter - hier sind die Länder gefordert.
Im Fall des verhinderten Amoklaufs in Köln müssen die Hintergründe genau analysiert werden. Schülern und Lehrern muss professionelle Hilfe zur Verarbeitung der Ereignisse zur Verfügung gestellt werden.
Es bedarf zudem einer gesellschaftlichen Anstrengung, um das Bewusstsein gegen das Tragen von Waffen zu schärfen und damit die öffentliche Sicherheit zu stärken. Lobbyinteressen dürfen einer dringend erforderlichen Kultur der Waffenfreiheit nicht im Wege stehen.







