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29. November 2006

Weniger Erstsemester - Ohrfeige für Wissenschaftsministerinnen und -minister

Die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind eine schallende Ohrfeige für die Wissenschaftsministerinnen und -minister in vielen Bundesländern.

Die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind eine schallende Ohrfeige für die Wissenschaftsministerinnen und -minister in vielen Bundesländern. Sie bekommen nun die Quittung für die Einführung steigender Zugangshürden vor den Hörsaaltüren: Lokale NC und Studiengebühren schrecken junge Menschen vom Studium ab. Dies legen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden nahe.

 

 

Die höchsten Erstsemesterrückgänge sind (abgesehen von der demografisch bedingten Entwicklung im Osten) an den Unis in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zu verzeichnen. Beide Länder verlangen seit kurzem von allen Studienanfängerinnen und -anfängern an der Hörsaaltür eine Campus-Maut von 500 Euro pro Semester. Das Ergebnis: Über 8.000 weniger Erstsemester in NRW und Baden-Württemberg. Ähnlich sieht es in den Gebührenländern Hessen und Niedersachsen aus.

 

 

Eine auf 35,5 Prozent gesunkene Erstsemesterquote ist ein bildungspolitisches Armutszeugnis. Bildungsministerin Schavan verfehlt damit klar das 40-Prozent-Ziel aus dem Koalitionsvertrag. In vergleichbaren Industrienationen nehmen durchschnittlich 53 Prozent aller jungen Menschen ein Studium auf.