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3. Juli 2009

Wahlalter 16: Mehrparteienkoalition verrät die Interessen Jugendlicher

Zur gestrigen Ablehnung der Gesetzentwürfe zur Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre durch SPD, Union und FDP erklärt Kai Gehring, jugendpolitischer Sprecher:

Eine Mehrpartei-Koalition hat Jugendlichen gestern die eiskalte Schulter gezeigt und unsere Initiative für ein aktives Wahlrecht ab 16 brüsk abgelehnt. Es ist unerhört, jungen Menschen in Sonntagsreden den Einsatz für ihre demokratischen Rechte vorzugaukeln und dann das glatte Gegenteil zu tun. Mit ihrer Ablehnung haben Union, SPD und FDP die Chance vertan, endlich mehr und früher Demokratie zu wagen.
 
Die Stimmen der Jugendlichen müssen Gewicht erhalten, damit ihre Interessen nicht weiter vernachlässigt werden. Dies ist in Zeiten von demografischer Alterung sowie Klima- und Wirtschaftskrise noch wichtiger. Jugendliche besitzen die Urteilskraft, Reife und Kompetenz für eine Wahlentscheidung. Mit einem Wahlrecht ab 16 kann die Gesellschaft zeigen, dass sie Jugendliche als Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt. Deshalb lassen wir auch in Zukunft bei der Wahlalter-Senkung nicht locker.