Freiwilligendienste: Ausbauoffensive endlich starten statt verpennen
Zu Absichtserklärungen der Bundesregierung, die Freiwilligendienste auszubauen, erklärt Kai Gehring, Sprecher für Jugend- und Generationenpolitik:Die Bundesregierung muss Lösungen liefern, statt weitere Jahre die Hände in den Schoß zu legen. Wenn zu Guttenberg die freiwillige Wehrpflicht will, dann muss Ministerin Schröder schleunigst Konzepte zum Zivildienst-Ausstieg und Freiwilligendienst-Ausbau vorlegen. Es braucht einen planvollen Übergang, der allen Beteiligten konkrete Ziele, klare Perspektiven und Planungssicherheit gibt.
Es ist höchste Zeit für eine echte Ausbauoffensive der Freiwilligendienste. Das Familienministerium hätte schon längst eine Strategie zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Freiwilligendienste vorlegen müssen. Es sollte endlich aus seinem Tiefschlaf erwachen und seine Hausaufgaben erledigen.
Schwarz-Gelb verschenkt systematisch Engagementpotenziale. Seit Jahren kommen auf einen Freiwilligendienstplatz im Durchschnitt drei Bewerber. Der großen Nachfrage junger Menschen nach Freiwilligendiensten muss endlich ein ausreichendes Angebot gegenüberstehen. Die Platzzahlen müssen daher in den nächsten fünf Jahren verdoppelt werden.
Die heute tätigen Zivildienstleistenden können durch Freiwillige und regulär beschäftigte Kräfte ersetzt werden - ohne dass soziale Infrastruktur gefährdet würde.







