Europäische Jugendwoche: Jung für sieben Tage
Anlässlich der am Sonntag beginnenden Europäischen Jugendwoche 2008 erklären Manuel Sarrazin MdB und Kai Gehring, jugendpolitischer Sprecher:Mit der Europäischen Jugendwoche gönnt sich die EU eine Verjüngungskur. Unter dem Motto "Zukünftige Herausforderungen für junge Menschen" sollen Jugendliche in der ganzen EU diskutieren. So erfreulich die Aktionen in allen EU-Ländern auch sind: Eine Woche Aufmerksamkeit reicht nicht. "Die in Brüssel" bleiben den Jugendlichen fern.
Die europäischen Jugendprogramme müssen für viel mehr junge Menschen geöffnet werden. Nachhaltige Angebote wie der Europäische Freiwilligendienst bieten Jugendlichen eine gute Möglichkeit, Europa und sich selbst kennenzulernen. Doch stehen derartige Projekte noch viel zu wenigen Jugendlichen offen: Wie aus der Antwort auf unsere Kleine Anfrage zur europaweiten Mobilität junger Freiwilliger (Drucksache 16/10439) hervorgeht, kommen beim Europäischen Freiwilligendienst auf einen Platz vier Bewerbungen. Auch ein Erasmus-Jahr wird nicht allen Studierenden ermöglicht. Wir fordern deshalb die Verdoppelung der Zahl der Freiwilligendienstplätze und eine Öffnung der Programme gerade für benachteiligte Jugendliche.
Politik in Brüssel muss für alle Jugendlichen nachvollziehbar und verstehbar werden. Jede und jeder sollte die Möglichkeit haben, ins Ausland zu gehen. Ob in der zehnten Klasse, nach der Schule, im Rahmen der Ausbildung oder des Studiums.
Um alle Jugendlichen am Projekt Europa zu beteiligen, müssen ihre Belange kontinuierlich beachtet werden. Online-Konsultationen und Aktionswochen können nicht die kontinuierliche Einbeziehung junger Menschen in Entscheidungsprozesse ersetzen. Sonst bleibt das jugendliche Europa nur wenigen zugängig.







