Bildungsstreik: Kurswechsel für Bildungsaufbruch einleiten Essener MdB Kai Gehring trifft streikende SchülerInnen und Studierende
Mit ihrem bundesweiten Bildungsstreik ergreifen SchülerInnen und Studierenden auch in Essen die Initiative, dass ein breites gesellschaftliches Bündnis für einen ge-rechten Ausbau unseres Bildungssystems entsteht", so Kai Gehring, hochschulpoliti-scher Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Bei einem Treffen mit VertreterInnen des Bündnisses in Berlin haben Renate Künast und Kai Gehring viele inhaltliche Gemeinsamkeiten entdecken können. Nur gemeinsam lässt sich die Kraft entfalten, einen Kurswechsel für einen gesamtgesellschaftlichen Bildungsauf-bruch einzuleiten."Unser Bildungssystem ist ungerecht, demotivierend und unterfinanziert. Anstatt Spitze bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen zu sein, sind unsere Schulen Weltmeister im Aussortieren. Studienplatzmangel und Zugangshürden verbauen den Weg auf den Hochschul-Campus. Von der Kita bis zur Weiterbildung zeigen sich Bildungsmisere und Unterfinanzierung", fasst Gehring die aktuelle Bildungsmisere zusammen.
Der Bildungsstreik ist eine gute Gelegenheit, der ungerechten Bildungs- und Hoch-schulpolitik von schwarz-gelb in NRW die rote Karte zu zeigen. Gehring weiter: "Zu unserem 'grünen neuen Gesellschaftsvertrag' gehören mehr Geld, bessere Struktu-ren und höhere Qualität unseres Bildungssystems. Wir wollen einen Rechtsanspruch auf ganztägige Kinderbetreuung, erheblich mehr Ganztagsschulen und eine Schule für alle Kinder durchsetzen. An den Hochschulen brauchen wir 500.000 zusätzliche Studienplätze. Damit das erwartete Studierendenhoch Wirklichkeit wird, müssen Stu-diengebühren abgeschafft und ein Zwei-Säulen-Modell zur Studienfinanzierung etab-liert werden. Zudem fordern wir die Umwandlung des Solidaritätszuschlags in einen Bildungssoli, um unseren Bildungsaufbruch zu finanzieren."







