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9. August 2010

Ein Pott voller Vielfalt: Der Ruhr-CSD 2010 auf dem Essener Kennedyplatz

Bestes Wetter und noch bessere Stimmung waren die Garanten für den Erfolg des diesjährigen Ruhr-CSD im Herzen der Kulturhauptstadt am vergangenen Samstag (7.8.).
Ein Pott voller Vielfalt: Der Ruhr-CSD 2010 auf dem Essener KennedyplatzEin Pott voller Vielfalt: Der Ruhr-CSD 2010 auf dem Essener KennedyplatzEin Pott voller Vielfalt: Der Ruhr-CSD 2010 auf dem Essener KennedyplatzEin Pott voller Vielfalt: Der Ruhr-CSD 2010 auf dem Essener KennedyplatzEin Pott voller Vielfalt: Der Ruhr-CSD 2010 auf dem Essener Kennedyplatz

Mit mehreren Tausend Besuchern, zahlreichen Infoständen und einem unterhaltsamen, wie politischen Bühnenprogramm hat der Ruhr-CSD auf dem Kennedyplatz erneut seine enorme Anziehungskraft unter Beweis gestellt – und das weit über die lesbisch-schwule Community hinaus. Die Essener Grünen haben mit ihrem Infostand und zahlreichen Helferinnen und Helfern ganztags für starke grüne Präsenz gesorgt. Toll war, wie viele Menschen mit uns dort das Gespräch gesucht haben. 

Neben den verschiedenen musikalischen und akrobatischen Darbietungen auf der Bühne, war der Polittalk eines der Highlights. Gemeinsam mit Vertretern von CDU, SPD, Linken und FDP stellte Kai Gehring MdB sich den Fragen des Moderators. Neben den aktuellen politischen Initiativen der neuen rot-grünen Landesregierung, die auf eine unverzügliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen auf allen Ebenen abzielen, waren natürlich auch die Entgleisungen des Ruhr-Bischofs, Franz-Josef Overbeck, Thema auf der Bühne. Zur Erinnerung: In der Talkshow „Anne Will“ hatte er unlängst Homosexualität als  Sünde und wider der Natur bezeichnet. Die klare öffentliche Kritik von Kai an diesen unsäglichen Äußerungen hat er auf der Bühne erneut mit der Forderung nach einer Entschuldigung des Bischofs an die Schwulen und Lesben verbunden.

Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Ruhr-CSD war die Verleihung des „Blütenfest-Awards“ an Stadtdirektor Christian Hülsmann und den FELS-Mitbegründer Wolfgang Berude. Mit dem Award sollen herausragende Persönlichkeiten oder Gruppen ausgezeichnet werden, die in besonderer Weise dazu beigetragen haben, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für lesbische Frauen und schwule Männer in unserer Stadt Essen zu verbessern und Diskriminierungen abzubauen. Beide Preisträger waren die Motoren für die Verabschiedung des Handlungsprogramms der Stadt Essen mit dem Titel: „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen – ein Beitrag zur Vielfalt“. Kai hatte die Möglichkeit, beide Preisträger mit einer Laudatio zu würdigen – man kann sie hier nachlesen.

Der Ruhr-CSD im Jahre 2010 – er wächst und gedeiht. Wer hätte vor sieben Jahren gedacht, dass sich der politische Protest im Zeichen der Regenbogenfahne zum Publikumsmagnet entwickelt? So kann es gerne weitergehen.

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