21. September 2007
Wehrpflicht überwinden
Die Bundesregierung soll einen zeitlichen Fahrplan zur Aussetzung der Wehrpflicht vorlegen und parallel die Konversion des Zivildienstes einleiten. Zentrale Gründe für unsere Forderung sind neben der Einschränkung der Lebensplanung junger Männer die derzeitige Personalstruktur der Streitkräfte und der daraus resultierende Mangel an Wehrgerechtigkeit.Im Jahr 1989 haben die Wehrpflichtigen noch 44 Prozent der damals 490.000 Bundeswehrsoldaten gestellt. Durch den Transformationsprozess der Streitkräfte ist ihr Anteil an den heute 250.000 Soldaten auf zwölf Prozent gesunken. Bei einer Wehrpflichtdauer von neun Monaten können nur noch zwischen 40.000 und 47.000 Wehrpflichtige eingezogen werden. Dem stehen aber jährlich circa 400.000 junge Männer gegenüber, die prinzipiell wehrpflichtig seien. Wenn 50 Prozent eines Geburtsjahrganges aus- oder untauglich gemustert werden und 25 Prozent Zivildienst leisten, wird die Wehrgerechtigkeit zur Farce und der Wehrdienst zur Ausnahme.







