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30. Juni 2010

Unterstützung für Alleinerziehende verbessern

Die Zahl der Einelternfamilien und ihr Anteil an allen Familienhaushalten wächst in Deutschland seit Jahrzehnten beständig. Keine andere Form familiären Zusammenlebens hat in den vergangenen Jahren derart zugenommen wie die Alleinerziehenden. Im Jahr 2007 lebten 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche in Alleinerziehenden-Haushalten. Heute wird nahezu jedes sechste Kind in den alten bzw. sogar jedes vierte Kind in den neuen Bundesländern von einem Elternteil allein aufgezogen.

Alleinerziehende sind in besonderer Weise auf die Unterstützung der Gesellschaft und gute Rahmenbedingungen angewiesen. Anders als Paare mit Kindern, können Alleinerziehende die Verantwortung für Erziehungsaufgaben, die Haushaltsführung und die Sicherung des Lebensunterhalts häufig nicht teilen oder abgeben. Mehr noch: Alleinerziehende sind häufiger von Armut betroffen, haben oft unsichere Beschäftigungsverhältnisse, Wohnungs- und Zeitprobleme und weisen durchschnittlich einen schlechteren Gesundheitszustand auf. Die Mehrheit der Alleinerziehenden sichert den Lebensunterhalt für ihre Familie durch Erwerbsarbeit und trifft hier besonders auf Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade wegen der oft überaus erfolgreichen Bewältigung der vielfältigen Belastungen verdienen Alleinerziehende nicht nur Unterstützung, sondern auch Respekt und Anerkennung.

06-30_A_Alleinerziehende.pdf 06-30 A Alleinerziehende (Größe: 36 KB, Typ: pdf, Zuletzt geändert: 07.08.11)