Datenschutz in sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke bieten zahlreiche neue Möglichkeiten der Kommunikation. Menschen können sich weltweit, sekundenschnell und relativ kostengünstig vernetzen, verständigen und austauschen. Neben diesen großen Vorzügen bergen soziale Netzwerke aber auch Risiken für die Nutzerinnen und Nutzer. Oft verstoßen die Betreiber der Plattformen gegen bestehende rechtliche Regelungen des Datenschutzes.Einer aktuellen Studie der Stiftung Warentest zufolge weisen acht der zehn größten sozialen Netzwerke erhebliche Mängel beim Datenschutz und bei der Datensicherheit auf. Auch die jüngste Ankündigung von Facebook, zukünftig ohne die datenschutzrechtlich notwendigen Einwilligungen die Daten der acht Millionen bundesdeutschen Nutzerinnen und Nutzer mit anderen Unternehmen teilen zu wollen, ist aus Datenschutz- wie auch Verbraucherschutzsicht inakzeptabel. Angesichts der von Verbraucher- wie Datenschützern schon seit längerem beklagten erheblichen Gefahren sozialer Netzwerke für die Grundrechte der Nutzerinnen und Nutzer bedarf es einer Überarbeitung und bereichsspezifischen Präzisierung der gesetzlichen Bestimmungen.
Zwischen den privaten Anbietern und den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern besteht ein erhebliches Machtungleichgewicht. Viele Nutzerinnen und Nutzer wissen nicht um die Datenschutzrisiken und die Möglichkeiten des Selbstschutzes. Das ist nicht nur ein Problem, das die jüngere Generation betrifft. Wir brauchen deshalb eine umfassende Aufklärung über Risiken und Schutzmöglichkeiten und die verstärkte Förderung von Medienkompetenz, die alle Generationen anspricht. Darüber hinaus ist ein wirksamer Schutz für den Umgang mit personenbezogenen Informationen notwendig.







